Zum Inhalt springen

TFC Global PRO Challenge 2026

Was Team LINDT 1 über CO₂, Planung und Zusammenarbeit mitnimmt

Wie lassen sich CO₂-Emissionen reduzieren und gleichzeitig wirtschaftlich gute Ergebnisse erzielen? Dieser Frage stellte sich Team LINDT 1 bei der TFC Global PRO Challenge 2026. Im anschließenden Interview mit PMI berichteten Paula Vaske und Judith Friess, welche Erfahrungen ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind.

Bei der Challenge übernehmen die Teilnehmenden in der Unternehmenssimulation „The Fresh Connection“ die Verantwortung für einen virtuellen Fruchtsafthersteller. Gemeinsam treffen sie Entscheidungen in Einkauf, Operations, Sales und Supply Chain und erleben unmittelbar, wie diese zusammenwirken. Der Schwerpunkt 2026: den CO₂-Fußabdruck reduzieren und gleichzeitig einen positiven Return on Investment erzielen.

Für Team LINDT 1 war es eine Gelegenheit, auf bisherigen Erfahrungen aufzubauen, neue Rollen auszuprobieren und die eigenen Entscheidungen über mehrere Spielrunden weiterzuentwickeln.

Mit Erfahrung und Ehrgeiz in die nächste Challenge

Die Teammitglieder kannten The Fresh Connection bereits aus einem früheren Wettbewerb. Damals hatten sie manche Schwierigkeiten auf den Zeitdruck zurückgeführt. Nun wollten sie herausfinden, wie sich ihre Ergebnisse verändern würden, wenn sie mehr Zeit für Analyse und Abstimmung hätten.

Auch der interne Wettbewerb motivierte: Das Team wollte die anderen Lindt-Teams schlagen. Dieses Vorhaben gelang – LINDT 1 schnitt als bestes der drei LINDT-Teams ab.

Vom Bauchgefühl zur datenbasierten Entscheidung

Eine der größten Herausforderungen lag gleich am Anfang: Entscheidungen treffen, bevor eigene Ergebnisse aus den Spielrunden vorlagen.

Paula Vaske beschrieb, dass die ersten Einstellungen teilweise auf Bauchgefühl beruhten. Gerade im Team ist es jedoch schwierig, unterschiedliche Einschätzungen gegeneinander abzuwägen, wenn noch keine gemeinsamen Erfahrungswerte vorliegen.

Mit den Ergebnissen der folgenden Runden wurde die Diskussion konkreter. Das Team konnte Auswirkungen analysieren, Annahmen überprüfen und gezielt nachsteuern. So entstand ein Lernprozess aus Entscheiden, Auswerten und Verbessern.

Überbestände haben auch einen CO₂-Fußabdruck

Besonders eindrücklich war für Paula und Judith der Zusammenhang zwischen Beständen, Obsoleszenz und Emissionen. Beide arbeiten in Planung und Supply Chain und kennen die wirtschaftlichen Folgen von Überproduktion und Abschreibungen.

In der Simulation wurde zusätzlich sichtbar, wie stark weggeworfene Produkte den CO₂-Fußabdruck belasten. Werden Produkte hergestellt und später entsorgt, gehen neben ihrem wirtschaftlichen Wert auch die dafür eingesetzten Ressourcen verloren.

Für die beiden war es aufschlussreich, diesen Zusammenhang in Zahlen zu sehen. Die Challenge ergänzte damit den vertrauten Blick auf Bestandskosten um eine weitere Perspektive auf die Qualität von Planungsentscheidungen.

Investitionen in CO₂-Reduktion brauchen Weitblick

Ein weiteres Learning betraf den Zeithorizont von Entscheidungen. Maßnahmen zur CO₂-Reduktion erforderten in der Simulation zunächst Investitionen. Ihr Nutzen zeigte sich über die weiteren Runden.

Das Team musste deshalb kurzfristige finanzielle Auswirkungen gegen spätere Verbesserungen abwägen. Wirtschaftliche Kennzahlen und ökologische Ziele gemeinsam zu betrachten, wurde zu einem wesentlichen Bestandteil der Entscheidungsfindung.

Neue Rollen erweitern das Verständnis

Gegenüber ihrer vorherigen Teilnahme wechselten die Teammitglieder ihre Funktionen. Die Rollen wurden ausgelost – rückblickend eine Entscheidung mit zusätzlichem Lerneffekt.

Durch den Perspektivwechsel lernten sie weitere Aufgaben und Entscheidungszusammenhänge kennen. Paula hatte den Eindruck, dass das Team dadurch insgesamt besser verstand, was in den anderen Funktionen geschah, und weniger Abstimmung benötigte.

Daraus ergibt sich auch ein Impuls für wiederkehrende Teilnehmende: Eine erneute Teilnahme bietet die Möglichkeit, bekannte Herausforderungen aus einer anderen Rolle zu betrachten und das funktionsübergreifende Verständnis zu vertiefen.

Erfahrungen, die über den Wettbewerb hinausgehen

Der Rückblick von Team LINDT 1 zeigt, welche Lerngelegenheiten eine Business Simulation eröffnet: Annahmen werden überprüfbar, Zielkonflikte messbar und die Auswirkungen von Entscheidungen über Funktionsgrenzen hinweg sichtbar.

Vielen Dank an Paula Vaske und Judith Friess für das offene Gespräch und die Einblicke in ihre Erfahrungen bei der TFC Global PRO Challenge 2026! Mehr über die TFC Global PRO Challenge erfahren

Zurück
260807_TFC_Challenge-dt.png