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APICS CTSC Training Review in München im Dezember 2025

Freiwillig nochmal vier Tage die Schulbank drücken? Ja, das gibt’s wirklich – und zwar im APICS CTSC (Certified in Transformation for Supply Chain) Training vom 1. bis 4. Dezember 2025 in München.

Insgesamt acht engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter drei bereits zertifizierte CTSC-Profis, haben sich ganz bewusst entschieden, erneut vier Tage intensiv in das Thema Supply Chain Transformation einzutauchen. Der Grund: Selbststudium ist gut – aber echtes Verständnis entsteht erst im Austausch, in Diskussionen und durch Praxisbeispiele.

Vom Wissen zur Anwendung

Unter der Leitung von Christian Voyé stand nicht das Wiederholen von Inhalten im Fokus, sondern das Verstehen, Anwenden und kritische Hinterfragen. Welche Hebel setzen wir konkret in Bewegung? Welche Transformationstreiber sind im eigenen Unternehmen wirklich relevant? Und wie lassen sich SCOR DS und CTSC als praktische Werkzeuge nutzen – und nicht nur als Theorie?

Strukturierter Lernpfad: Vier Phasen der Transformation

Das Seminar orientierte sich am etablierten vierstufigen CTSC-Transformationsmodell:

  1. Rationale und Dringlichkeit schaffen → Wie überzeugt man Stakeholder davon, dass Veränderung notwendig ist?
  2. Vorbereitung → Wie analysiert man den Ist-Zustand, definiert KPIs und priorisiert Projekte?
  3. Transformation umsetzen → Mit Change Management, Pilotprojekten, Skalierung und Governance.
  4. Reflexion & Nachhaltigkeit → Wie misst man Erfolge – und wie sichert man sie langfristig ab?

Ein zentrales Element war die Arbeit mit dem SCOR Digital Standard (Version 14). Die Teilnehmenden nutzten das Modell, um ihre Supply Chains in die sieben Hauptprozesse – Orchestrate, Plan, Order, Source, Transform, Fulfill und Return – zu strukturieren und mit KPIs und Best Practices zu vergleichen.

Aha-Momente garantiert

Ein Highlight war die Analyse der eigenen Organisationen entlang der vier SCOR-Dimensionen:
Performance, Processes, Practices und People. In Gruppenarbeit entstanden echte Aha-Erlebnisse: Wo steht unsere Organisation heute – und wo liegen Potenziale für die Zukunft?

Lernen braucht auch Begegnung

Neben Flipcharts und Prozessanalysen kam der persönliche Austausch nicht zu kurz. Am Abend des 2. Dezember besuchte die Gruppe das winterliche Tollwood Festival inklusive Eisstockschießen: bei Glühwein und Teamwettkämpfen entstanden Gespräche, die kein Seminarraum je ersetzen könnte.

Unser Fazit:

Respekt an alle, die sich dieser freiwilligen Herausforderung gestellt haben!
Danke für die Offenheit, die Fragen – und auch die kontroversen Diskussionen am Flipchart.

Denn: Transformation braucht nicht nur Mut, sondern auch Methodenkompetenz. Und genau das war das Ziel dieser vier Tage.

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